Goldforelle beim Grundangeln mit Bodentaster

Von Grund auf genial!

Mit Bodentaster-Montage am Forellensee
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Die Bodentaster-Montage ist zum Grundangeln am Forellensee meine absolute Lieblingsmethode! Vor allem beim Forellenangeln im Winter und zeitigen Frühjahr, wenn die Fische oft tief stehen, muss der Köder runter zum Grund. Damit die angebotenen Leckerbissen aber nicht im Boden versinken, sondern den Forellen maulgerecht in der passenden Tiefe angeboten werden können, bedarf es einiger Tricks. Das Angeln mit dem Bodentaster ist hierbei für mich die perfekte Lösung: Ihr könnt mit dieser Montage Eure auftreibenden Köder sowohl passiv servieren als auch aktiv nach den Fischen suchen. Mit welchem Gerät ich fische, wie ich meine Köder zum Schweben bekomme und worauf es sonst noch zu achten gilt, wenn Ihr sozusagen den Boden nach Fischen abtastet, zeige ich Euch im folgenden Artikel.

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Bodentaster angeln auf Forelle

Bodentaster haben sich in den letzten Jahren beim Grundangeln auf Forelle immer wieder bewährt. Im Prinzip handelt es sich um längliche Wurfgewichte mit einem Auftriebskörper. Da sie sich am Gewässergrund aufrichten, halten sie die Schnur schön weg vom Grund, verhindern so Hänger und ermöglichen eine sehr sensible Bissanzeige. Den auf diesem Bild zu sehenden Quantum Bottom Detector gibt es in Gewichten von 6, 8 und 12 Gramm – damit seid Ihr für die meisten Gewässer perfekt ausgerüstet.

Bodentaster Montage für Forelle

Neben den Bodentastern benötigt Ihr für die Montage noch einen Schnurstopper oder eine Gummiperle, einen Dreifachwirbel, ein kleines Blei, um das Vorfach zu beschweren, und natürlich ein Vorfach samt Haken.

Bodentaster Montage für passives Grundangeln

Und so sieht die Montage für das passive Fischen am Grund aus: Du fädelst erst den Bodentaster (2) und dann den Gummistopper oder die Gummiperle (3) auf die Hauptschnur (1). Danach knotest Du den Wirbel (4) an. Fehlen nur noch das Vorfach (5), ein Bleigewicht (6) auf selbigem und zum Schluss der Haken mit Köder (7). Über das kleine, verschiebbare Zusatzblei auf dem Vorfach kannst Du flexibel festlegen, wie hoch Dein Köder auftreiben soll.

Slide Sinker für Bodentaster-Montage
Information
Beginne erst einmal mit dem Köder 20 bis 30 Zentimeter über Grund schwebend und verändere dann die Tiefe, bis Du die Forellen findest.

Zu den Details: Vielfach wird für das kleine Gewicht auf dem Vorfach herkömmliches Bleischrot benutzt. Dieses kann aber auf Dauer die Schnur quetschen oder aufrauen – vor allem, wenn Ihr es öfter verschieben müsst! Ich benutze lieber die Slide Sinker von Quantum, die problemlos auf dem Vorfach verschoben werden können, ohne dieses zu beschädigen.

Forellenangeln Tipps und Tricks
Information
Das benötigte Styropor findet Ihr meistens als Verpackungsmaterial – günstiger geht's nicht!

Super wichtig: Euer Köder muss Auftrieb haben! Selbst schwimmender Forellenteig nehmen mit der Zeit Wasser auf und sinken ab. Um meine Köder sicher über Grund schweben zu lassen, verwende ich kleine Styroporstücke, die ich auf den Hakenschenkel schiebe.

Köder zum Forellenangeln im Winter
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Kontrolliert vor dem Auswerfen nochmal im Flachwasser: Reicht das Blei, um den Köder unten zu halten? Hat der Kombiköder genügend Auftrieb?

Mein Ködertipp für den Winter: eine Kombination aus Quantum Magic Trout Bait und einer Bienenmade. Schiebt erst das Styropor auf den Haken, dann eine Bienenmade und knetet anschließend den Forellenteig um Haken und Styropor.

Bodentaster angeln auf Forelle

Nach dem Auswerfen legt Ihr die Rute ganz klassisch auf zwei Rutenhaltern ab. Die Bremse sollte komplett geöffnet sein. Oder benutzt Freilaufrollen, damit die Forelle ungehindert abziehen kann.

Bissanzeiger zum Angeln mit Bodentaster

Als optischen Bissanzeiger verwende ich gerne Einhänger-Ringe. So seht Ihr schon von Weitem, wenn ein Fisch Euren Köder genommen hat.

Forellen angeln im Winter

Wenn Ihr die richtige Stelle und Tiefe im See gefunden habt, lässt auch der erste Biss meistens nicht lange auf sich warten. Manchmal aber ist es notwendig, die Forellen erst mal zu suchen. Und auch dafür ist die Bodentaster-Montage perfekt. Wie das genau funktioniert, zeige ich Euch auf den folgenden Bildern.

Bodentaster Montage für aktives Forellenangeln
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Die Bisse kommen meistens während der Aufstiegsphase des Köders!

Für das aktive Fischen mit dem Bodentaster benutzt Ihr fast die gleiche Montage wie für das passive Angeln. Einziger Unterschied: Es befindet sich kein Blei auf dem Vorfach! Ihr werft die Montage aus und lasst sie zum Grund sinken. Nun führt Ihr den Bodentaster mit der „Stop and go" –Technik: Langsam einen halben bis einen Meter einkurbeln. Dabei wird der Köder Richtung Grund gezogen (1). In der anschließenden 10 bis 20 Sekunden langen Pause steigt er wieder (2) auf.

Aktives Forellenangeln mit dem Bodentaster
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Benutzt beim aktiven Fischen unbedingt Dreifach-Wirbel, um den Drall durch rotierende Köder zu reduzieren!

Beim aktiven Angeln mit Bodentaster behalte ich die Rute in der Hand und lege sie nur vorne auf einem Rutenständer ab. Spitze und Schnur sollten etwa einen rechten Winkel bilden, damit die Bisse perfekt angezeigt werden – im Grunde wie beim Feederangeln.

Ruten zum Grundangeln auf Forelle

Die perfekte Rute für diese Methode: die Magic Trout Bottom von Quantum. Diese speziell für das Grundangeln am Forellensee konzipierte Rute ist mit gleich drei Wechselspitzen ausgestattet: Eine sensible Spitze für das Grundangeln, eine starke für Großforellen und Störe und eine Spitze mit extragroßen Ringen, damit diese im Winter nicht zufrieren. Weitere Details zur Rute findet Ihr im aktuellen Quantum-Katalog auf Seite 57.

Haken zum Forellenangeln

Wichtig beim Fischen mit dem Bodentaster und auftreibenden Ködern: Benutzt dünndrähtige, leichte Haken, damit die Köder auch wirklich schwimmen. Ich habe immer unterschiedlich lange Vorfächer dabei, um die Forellen in unterschiedlichen Wassertiefen suchen zu können – mit Längen zwischen 70 und 150 Zentimetern seid Ihr auf jeden Fall bestens gerüstet.

Bodentaster zum Forellen angeln

Letzter Tipp: Testet auch unterschiedliche Köder oder Köder-Kombinationen! Neben dem Dauerbrenner Forellenteig und Bienenmade lohnt gerade im Winter auch ein Versuch mit Rogen oder Lachsei an der auftreibenden Montage. Dann macht Ihr mit dem Bodentaster ganz sicher auch an trüben Tagen solch bunte Beute!

Weitere Tricks zum Winterangeln auf Forelle findet Ihr übrigens auch in diesem Video vom Magic Trout-Team.


Fotos: Tobias Norff (10), Holger Bente (2), Fabian Frenzel (1) / Illustrationen: Bastian Gierth

Goldforelle beim Grundangeln mit Bodentaster
Dr. Catch Von Grund auf genial!