Fische ausnehmen
Im ersten Schritt hältst Du den Fisch mit dem Bauch nach oben und stichst in einem flachen Winkel das Messer nicht zu tief in das Waidloch (vor der Afterflosse) ein. Nun führst Du das Messer bis zum Ansatz der Kiemendeckel. Der Schnitt sollte nur ganz knapp bis unter die Bauchdecke reichen. Sonst besteht die Gefahr, die Galle (auf der Zeichnung grün markiert) zu verletzen, was zur Geschmacksbeeinträchtigung des Fleisches führen kann.
Die Bauchlappen leicht nach außen drücken und die Innereien vorsichtig aus dem Bauchraum lösen. Jetzt am Kiemenansatz zupacken und die Innereien inklusive der Kiemen in Richtung Kopf herausziehen. Bei größeren Fischen lassen sich die Kiemen oft schwerer entfernen. Hier kannst Du einfach mit einer Küchenschere nachhelfen und den Ansatz der Kiemenbögen durchschneiden.
Auf der Wirbelsäule befindet sich unter einem dünnen Häutchen die Niere des Fisches. Diese lässt sich mit dem Fingernagel oder einem schmalen Löffel gut in Richtung Kopf herauskratzen. Ist das Häutchen sehr fest, schneide es vorher mit dem Meeser der Länge nach ein.
Bei Forellen und einigen anderen Fischen verbleiben zwischen den Wirbeln oft noch Rückstände der Nieren. Diese lassen sich prima mit Hilfe einer alten Zahnbürste entfernen. Anschließend den Fisch gründlich abspülen – das war es auch schon! Gar nicht so schlimm, oder?
Foto / Illustrationen: Bastian Gierth
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