Angelköder

Der Mais ist heiß!

Tipps & Tricks rund um den Köder-Klassiker

Er ist günstig in jedem Supermarkt zu haben, duftet verführerisch, schmeckt herrlich süß, hat eine auffällige Farbe und alle Friedfische nehmen ihn sofort ohne Eingewöhnungszeit als Nahrung an. Klingt nach dem Wunderköder schlechthin, oder? Und vielleicht ist er ja genau das – der gute alte Gemüsemais aus der Dose. Nicht umsonst steht er seit Jahrzehnten bei vielen Anglern ganz oben auf der Liste der besten Friedfischköder. In diesem Artikel stellen wir Euch das goldene Korn mal genauer vor und geben Tipps, wie Ihr damit noch besser fangen könnt. Also, Dose auf, der Mais ist heiß!

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Schleie Köder

Mais ist vor allem ein super Köder für größere Weißfische, Schleien und Karpfen. Durch seine gelbe Farbe und den intensiven Duft fällt er unter Wasser auf und wird schnell von den Fischen gefunden.

Köder für Brassen

Sind viele kleine Weißfische am Platz, gelingt es mit Mais häufig sehr gut, selektiv die größeren Kaliber zu fangen. Handlange Rotaugen oder Lauben zeigen in der Regel weniger Interesse an den gelben Körnern. Für einen fetten Brassen hingegen sind zwei Maiskörner genau der richtige Happen!

Mais richtig anködern

Mais ist ein relativ fester Köder. Beim Beködern solltest Du deshalb darauf achten, dass die Hakenspitze stets frei bleibt, damit sie im Fischmaul gut greifen kann. Zu Mais passt am besten ein Haken der Größe 8 bis 12 mit weitem Bogen.

Ködertipps zum Angeln
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Maden sind auch ein prima Stopper und verhindern, dass unser Maiskorn allzu weit in den Hakenbogen rutscht.

Mais kannst Du hervorragend mit Lebendködern wie Maden und Würmern kombinieren. So kommt zu Farbe und Geruch auch noch Bewegung als Anreiz für die Fische hinzu.

Bester Angelköder – Mais

Mais wird von vielen Anglern als Köder verwendet. Es kann daher an manchen Gewässern sein, dass die Fische ihn nach einiger Zeit mit Gefahr in Verbindung bringen. Hier hilft es, den Mais ein wenig zu verändern – mit einem neuen Duft zum Beispiel. Tipp: Ein knapper Teelöffel Top Secret Rot pro Dose ist mein Lieblingsrezept seit Kindheitstagen.

Mais färben zum Angeln
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Das intensive Mandelaroma von Goo „Almond Supreme” verleiht dem Mais auch gleich noch einen komplett anderen Duft.

Eine andere Farbe kann ebenfalls Wunder wirken. Allerdings lässt sich Mais nicht so einfach färben. Meiner Erfahrung nach funktioniert's am besten mit Goo-Lockstoff* (über Korda im Fachhandel erhältlich). Die Sorte „Almond Supreme” verleiht den Körnern ein grelles Pink. Zubereitung: Den Mais abtropfen lassen, einige Spritzer Goo unverdünnt (!) dazugeben, gut durchmischen und ein, zwei Tage im Kühlschrank stehen lassen. Zwischendurch gelegentlich mischen, damit die Körner gleichmäßig Farbe annehmen.

Gefärbter Mais zum Angeln
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Roten Mais kannst Du übrigens auch fertig im Angelgeschäft kaufen, wenn Du ihn nicht selber färben möchtest.

Auch als Farbtupfer macht sich gefärbter Mais gut. Dieser Happen dürfte den Karpfen und Schleien sofort ins Auge stechen!

Mais Pellets

Den aromatischen Saft aus der Dose solltest Du übrigens nicht wegkippen. Er macht sich gut im Grundfutter und eignet sich auch prima, um damit Futterpellets zu benetzen.

Maispellets zum Angeln
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Pellets kannst Du prima mit allen möglichen Lockstoffen tränken. Sie nehmen die Aromen auf wie ein Schwamm und geben sie im Wasser rasch wieder ab.

Maispellets*, dazu ein bisschen Gemüsemais samt Saft – fertig ist ein unkompliziertes, günstiges Lockfutter für Schleien und Karpfen.

Karpfenangeln mit Mais als Köder
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In der Fischzucht kommt natürlich kein Dosenmais in Lebensmittelqualität zum Einsatz. Die Karpfen werden hier mit günstigem Futtermais versorgt.

Karpfen werden während der Aufzucht häufig mit Mais gefüttert. Geschmack und Optik sind ihnen daher vertraut. Kein Wunder also, dass die Satzkarpfen im Vereinsteich auf die gelben Körner fliegen.

Haarmontage mit Mais
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Künstliche Maiskörner gibt es sogar in nachleuchtend – beim Nachtangeln auf jeden Fall einen Versuch wert!

Künstliche Maiskörner bringen ebenfalls Farbe ins Spiel, haben aber noch einen Vorteil: Sie schwimmen in der Regel und eignen sich damit bestens, um auftreibende oder perfekt ausbalancierte Köder zu kreieren. Mehr dazu findest Du in diesem Artikel über schwerelose Karpfenköder.

Tipps zum Angeln mit Mais

Gemüsemais hat an sich schon ein intensives Aroma. Noch viel intensiver wird's, wenn Du den Mais durch den Mixer drehst. Die entstehende Maispampe riecht extrem und lässt sich prima ins Grundfutter mischen.

Ködertipps: Mais aus dem Mixer

Der Maisbrei bildet im Wasser eine auffällige Wolke. Noch ein Vorteil: Die gelbe Suppe riecht und schmeckt zwar absolut verführerisch, kann aber von den Flossenträgern kaum aufgenommen und gefressen werden. Sie sättigt die Fische daher nicht.

Hartmais zum Angeln vorbereiten
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Hartmais ist sehr günstig sackweise in Futtermittelhandlungen erhältlich und damit ideal auch für größere Futteraktionen.

Hartmais, auch Futtermais genannt, erscheint im Vergleich zu den Körnern aus der Dose wenig attraktiv. Gerade Karpfenangler schätzen ihn jedoch, da er wesentlich härter ist als Gemüsemais und damit nicht so verlockend für Weißfische.

Mais kochen zum Angeln
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Zucker beschleunigt den Gärungsprozess. Nimm etwa einen Esslöffel voll pro Liter Wasser.

Damit aus den harten, nahezu geruchlosen Körnern echte Spitzenköder werden, musst Du sie richtig zubereiten: Den Hartmais am besten kurz kochen oder mit kochendem Wasser übergießen und an einem warmen Plätzchen bedeckt mit Wasser quellen lassen. Nach etwa 24 Stunden sind die Körner zum Angeln geeignet. Aber am besten geduldest Du Dich noch drei, vier Tage, bis der Mais gärt und einen säuerlichen Geruch entwickelt. Darauf stehen die Fische total! Hier findest Du weitere fängige Zubereitungstipps für Mais und andere Partikelköder. Schau mal rein!


Fotos: Tobias Norff (14), Holger Bente (2), Bastian Gierth (1), Florian Strauß (1) / Illustration: Bastian Gierth

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