Fluorocarbon auf der Baitcast-Rolle

Klare Sache!

Entdecke die Vorteile von Fluorocarbon als Hauptschnur und Vorfach
Anzeige

Beim Spinnfischen auf Zander, Barsch, Forelle und Rapfen ist ein langes Vorfach aus Fluorocarbon heute bei vielen Anglern Standard. Kein Wunder: Dieser Schnurtyp ist unter Wasser nahezu unsichtbar und dazu sehr abriebfest. Zusätzlich dient das Fluorocarbon bei Verwendung von geflochtener Hauptschnur dank seiner Dehnung als Puffer. Doch Fluorocarbon ist nicht nur das perfekte Vorfachmaterial, sondern kann auch als Hauptschnur punkten. Im Folgenden erkläre ich Euch, in welchen Situationen die glasklare, robuste Schnur die Nase vorne hat. Anschließend gibt Tobias Norff noch einige Tipps zum Einsatz beim Karpfenangeln und Posenfischen. Denn auch dabei macht Fluorocarbon als Hauptschnur oder Vorfach häufig Sinn.

Anzeige
Angelschnur im Vergleich
Angelschnur im Vergleich

Bevor Du Dich für oder auch gegen Fluorocarbon entscheidest, solltest Du die Eigenschaften dieser Schnur kennen. In der Grafik haben wir Fluorocarbon, normale Monofile aus Nylon und geflochtene Angelschnur gegenübergestellt. Der Vergleich ist natürlich etwas „grob", denn es gibt innerhalb der Schnurfamilien teils erhebliche Unterschiede. Eine klare Monofile ist zum Beispiel weniger gut für die Fische zu sehen als eine neon-grün eingefärbte. Auch können Abriebfestigkeit und Dehnung gerade bei Mono stark variieren. Geflochtene schwimmt in der Regel, ist aber auch in sinkenden Varianten erhältlich.

Fluorocarbon-Vorfach für Zander

Als Vorfach beim Spinnfischen hat sich Fluorocarbon längst etabliert. Schon alleine die geringe Sichtbarkeit unter Wasser ist ein gewaltiger Pluspunkt. Schließlich wollen wir gerade in unmittelbarer Nähe des Köders keinen Argwohn bei Zander, Barsch & Co erwecken.

Fluorocarbon beim Spinnfischen

Fluorocarbon ist deutlich abriebfester als normale Mono und vor allem Geflochtene. Kontakte mit scharfkantigen Steinen, Muscheln und natürlich Fischzähnen steckt sie dadurch besser weg.

Fluorocarbon-Vorfach für Hecht
Information
Wer mit Fluorocarbon auf Hecht angelt, sollte das Vorfach unbedingt nach jedem Fisch kontrollieren und es sofort austauschen, wenn es beschädigt ist.

Fluorocarbon ist zwar sehr abriebfest, aber eben nicht schnittfest. Hechtzähne können das Material stark beschädigen. Trotzdem setzen viele Hechtangler ebenfalls auf Fluorocarbon als Vorfach – dann allerdings in Stärken ab 0,80 Millimeter aufwärts!

Shimano Fluorocarbon

Gab es vor wenigen Jahren Fluorocarbon ausschließlich als Vorfachmaterial, finden wir heute auch Hauptschnüre im Fachhandel – Ultegra Fluorocarbon und Aero Fluorocarbon von Shimano zum Beispiel. Diese Schnüre sind deutlich weicher als die Vorfachmaterialien und ermöglichen somit den Einsatz auf der Rolle. Hier findest Du Infos zu den Fluorocarbon-Schnüren von Shimano.

Fluorocarbon-Hauptschnur beim Spinnfischen
Information
Beim Fischen mit Fluorocarbon als Hauptschnur ist ein harter Anhieb gefragt, denn ein Teil der Kraft geht durch die Dehnung verloren.

Beim Spinnfischen spricht einiges für Fluorocarbon auf der Rolle. Die geringe Sichtbarkeit ist auf jeden Fall ein Vorteil, denn die Fische sehen ja nicht nur das Vorfach, sondern auch die Hauptschnur, die unter Umständen direkt über sie hinweg gleitet. Fluorocarbon hat im Gegensatz zu Geflochtener zwar eine spürbare Dehnung. Die fällt jedoch deutlich geringer aus als bei normaler Mono, sodass wir Bisse trotzdem gut mitbekommen.

Fluorocarbon zum Spinnfischen

Viele Kunstköder profitieren von der Fluorocarbon-Hauptschnur: Twitchbaits laufen natürlicher, Crankbaits erreichen durch die schwere Schnur höhere Lauftiefen. Bei Ködern, die einfach eingekurbelt werden und dadurch stets an strammer Leine laufen (Crankbaits, Spinner, Spinnerbaits) erleichtert die Dehnung dem Fisch das Inhalieren des Köders. Es kommt dank Fluorocarbon zu weniger Fehlbissen.

Angeln mit Fluorocarbon

Sehr leichte Köder sind manchmal kaum in der Lage, eine schwimmende Geflochtene unter Wasser zu ziehen. Hier ist so eine schnell sinkende Fluorocarbon-Schnur natürlich Gold wert. Sie bringt den Happen weiter runter und ermöglicht außerdem einen direkteren Kontakt zum Köder.

Welche Schnur zum Karpfenangeln

Fluorocarbon beim Karpfenangeln und Posenfischen

Der Einsatz von Fluorocarbon beschränkt sich natürlich nicht nur aufs Spinnfischen. Beim Karpfenangeln kann die hohe Abriebfestigkeit ein großer Vorteil sein. Und die im Vergleich zur normalen Mono geringere Dehnung verbessert auf große Distanzen die Bissanzeige und den Kontakt zum Fisch.

Fluorocarbon als Hauptschnur beim Karpfenangeln

Fluorocarbon sinkt wie ein Stein und schmiegt sich unauffällig an den Grund. Ziehende oder fressende Karpfen kommen damit kaum in Berührung. Allerdings ist Fluorocarbon als Hauptschnur nur bei relativ reinem Gewässergrund zu empfehlen, da die Hängergefahr mit der schnell sinkenden Leine deutlich steigt.

Die richtige Schnur zum Karpfenangeln

Fluorocarbon, Monofile oder Geflochtene – beim Karpfenangeln können alle drei Schnurtypen Sinn machen. In Sachen Abriebfestigkeit hat Fluorocarbon auf jeden Fall die Nase vorn. Auch die geringere, aber eben noch vorhandene Dehnung dieses Materials schätzen viele Karpfenangler.

Fluorocarbon-Rig zum Karpfenangeln

Als Vorfachmaterial für viele Karpfen-Rigs wird Fluorocarbon ebenfalls gerne verwendet. Es ist robust, auch in klarem Wasser sehr unauffällig und verwickelt sich durch seine Steifheit praktisch nie beim Werfen. Infos zu dem sehr empfehlenswerten Aspire Fluorocarbon und der pfiffigen Verpackung findest Du hier im Shimano-Blog.

Die richtige Schnur zum Posenangeln

Zum Schluss noch ein Tipp für alle, die gerne mit der Pose fischen: Eine Fluorocarbon-Schnur lässt sich viel leichter unter Wasser ziehen als eine normale Mono. Damit gehören nervige Schnurbögen, die durch Wind entstehen, der Vergangenheit an. Probiert's mal aus!


Fotos: Tobias Norff (8), Johannes Dietel (5), Shimano (3), Holger Bente (2) / Illustration: Bastian Gierth

Fluorocarbon auf der Baitcast-Rolle
Dr. Catch Klare Sache!