Zander angeln mit Gummifisch

Richtig Jiggen

So führst Du den Gummifisch über die Rute

Das Zanderangeln mit Gummifisch hat in den vergangenen Jahren einen echten „Boom" erlebt. Kein Wunder: Denn die weichen Happen lassen sich besonders gut genau dort anbieten, wo die Zander bevorzugt stehen – nämlich direkt am Grund! Dabei werden die Gummifische mit mehr oder weniger hohen Sprüngen geführt, sodass sie immer wieder am Gewässergrund aufschlagen. Diese Köderführung erreichst Du mit unterschiedlichen Techniken. Besonders einfach zu erlernen ist sicherlich die Führung über die Rolle – gerne als Faulenzen oder Faulenzer-Methode bezeichnet. Hier soll es jedoch um das Jiggen gehen. Dabei wird der Gummifisch über die Aufwärtsbewegung der Rute vom Grund abgehoben. Vorteil gegenüber dem Faulenzen: Du kannst den Gummiköder stärker Beschleunigen, ihn steiler abheben lassen und insgesamt deutlich zackiger führen. Beim Zander angeln ist eine etwas wildere Führung vor allem in der wärmeren Zeit oft sehr erfolgreich. Barsch und Hecht stehen in der Regel auch eher auf etwas mehr Action. So oder so solltest Du neben dem Faulenzen auch die Köderführung über die Rute beherrschen, um am Wasser stets flexibel zu sein. Wie Du richtig jiggen kannst, zeigen die folgenden Bilder.

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Zander angeln

Beim Jiggen lässt Du den Gummifisch über eine zackige Aufwärtsbewegung der Rute vom Grund abheben. Je länger der Weg, den die Rute dabei beschreibt, desto höher fällt natürlich der Sprung des Köders aus. Manche Angler verharren nach dem Anlupfen des Gummis mit erhobener Rute, während der Köder an gespannter Schnur zurück gen Grund sinkt. Geht auch, hat aber einen Nachteil: Da die Rute bereits erhoben ist, kann sie beim Anhieb nur noch einen sehr kurzen Weg zurücklegen. Wir empfehlen deshalb, die Rute direkt nach dem Anlupfen wieder zu senken und parallel dazu die entstehende, lockere Schnur einzukurbeln. Während der Absinkphase des Gummifisches (dabei kommen die meisten Bisse!) halten wir die Rute also fast waagerecht und können dadurch beim Anhieb richtig durchziehen und den Haken viel besser im harten Zandermaul setzen.

Angeln mit Gummifisch

Machen wir doch zur Verdeutlichung einfach mal einen Wurf zusammen. Nachdem der Gummifisch gelandet ist, schließen wir den Rollenbügel und senken die Rute.

Jig angeln
Information
Eine gut sichtbare Schnur in knalligem Gelb, Weiß oder Grün erleichtert beim Gummifischangeln die Köderkontrolle enorm.

An gestraffter Schnur lassen wir den Gummifisch bis zum Grund absinken. Dabei halten wir die Rute etwa in der Waagerechten, um gut anschlagen zu können, falls der Biss jetzt schon kommt. Erreicht der Köder den Grund, erkennst Du das daran, dass sich die leicht gekrümmte Rute entspannt und die Schnur plötzlich locker wird.

Gummifisch führen

Der Gummifisch ist am Grund angekommen. Jetzt beschleunigen wir ihn über eine schnelle Aufwärtsbewegung der Rute. Möchtest Du den Köder weiter vom Boden abheben lassen, kannst Du gleichzeitig auch noch eine Kurbelumdrehung ausführen.

Köderführung Gummifisch

Im Anschluss sofort die Rute senken und dabei die lockere Schnur einkurbeln. Am Ende sollte die Rute während der Absinkphase des Köders wieder ungefähr in der Waagerechten stehen. Sobald der Gummifisch am Grund angekommen ist, geht's weiter mit dem nächsten Sprung. Das mag jetzt vielleicht schwierig erscheinen, aber nach ein, zwei Stunden am Wasser hast Du garantiert den Bogen raus und nach einigen Angeltagen gehen die Bewegungen in Fleisch und Blut über. Viel Spaß beim Jiggen!


Fotos: Tobias Norff / Illustration: Bastian Gierth

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Zander angeln mit Gummifisch
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