Feederangeln Tipps und Tricks

Drei Alternativen zum Schnurclip

So schonst Du Deine Schnur beim Feedern

Um beim Feedern immer wieder exakt den Futterplatz zu treffen, nutzen viele Angler den Schnurclip an der Rolle. Nach dem ersten Wurf wird die Schnur einfach im Clip fixiert – damit steht die maximale Distanz für die folgenden Würfe fest. Wie das genau funktioniert, haben wir in diesem Artikel ausführlich beschrieben. Allerdings können beim Feederangeln mit Schnurclip zwei Probleme auftauchen. Erstens: Die Schnur nimmt Schaden, wenn wir aus Versehen mal zu stark durchziehen oder der Schnurclip schlecht verarbeitet oder sogar scharfkantig ist. Zweitens: Es gelingt kaum, die Schnur schnell genug wieder aus dem Clip zu lösen, wenn mal ein größerer Fisch beißt und direkt eine heftige Flucht hinlegt. Bei fixierter Leine arbeitet die Rollenbremse nicht – es kommt zum Schnurbruch oder der Haken schlitz aus. Doch für beide Probleme gibt es einfache Lösungen. Hier sind unsere drei Alternativen zum Schnurclip beim Feedern.

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Feederfischen mit Schnurclip

Die Kunst beim Feederangeln besteht darin, immer wieder genau den Futterplatz zu treffen. Als Wurfweitenbegrenzung benutzen viele Angler deshalb den Schnurclip. Doch es gibt einige sinnvolle Alternativen dazu. Hier sind sie...

Feedern Fahrradschlauch
Information
Für sehr große Spulen ist ein normaler Fahrradschlauch oft zu eng. Besser geht's mit einem Schlauch von einem Motorroller.

Alternative 1: der Fahrradschlauch

Bei dieser Methode kommen wir ganz ohne den Schnurclip aus. Du benötigst dafür einen alten Fahrradschlauch, von dem Du ein Stückchen abschneidest.

Feedern mit Fahrradschlauch statt Schnurclip

Nach dem ersten Auswerfen ziehst Du den Fahrradschlauch einfach über die Rollenspule. Er hindert die Schnur an dieser Stelle daran, weiter abzulaufen – und ist dabei deutlich „netter" zur Schnur als der Schnurclip.

Feedern Tipps und Tricks

Die Schnur legt sich beim anschließenden Einkurbeln einfach über den Fahrradschlauch. Diese Methode ist eine prima Alternative zum Schnurclip, eignet sich aber weniger zum Feedern auf große Fische. Denn den Schlauch bekommst Du im Fall der Fälle so schnell nicht wieder von der Spule gezogen.

Feedergum Schnurclip
Information
Ein normales Gummiband aus dem Haushalt geht zur Not auch, reißt aber recht schnell und ist für viele Schnurclips etwas zu dick.

Alternative 2: die Gummischlaufe

Sehr schnurschonend und auch großfischtauglich ist diese Alternative zum Schnurclip. Du knotest dafür zunächst eine kleine Schlaufe aus robustem Gummiband. Ich verwende gerne Powergum oder das Material, aus dem Gummizüge zum Stippen gefertigt werden.

Feedergum Alternative zum Schnurclip

Nach dem Auswerfen fixierst Du die Schlaufe aus Powergum im Schnurclip der Rolle. Achte darauf, dass der Knoten direkt am Clip sitzt, damit er später nicht den Ablauf der Schnur stört.

Feedern mit Powergum im Schnurclip
Information
Eine Markierung auf der Schnur hilft Dir, die richtige Wurfdistanz wiederzufinden – für den Fall, dass Du das Gummi mal aus dem Schnurclip lösen musst.

Jetzt legst Du die Gummischlaufe einfach über die Spule. Deine Würfe werden so besonders weich gebremst, weil das Powergum im Gegensatz zum Schnurclip etwas nachgiebt. Beißt ein großer Fisch, kannst Du die Schlaufe am Knoten greifen und schnell nach unten aus dem Schnurclip ziehen – schon kann die Rollenbremse wieder ihren Dienst verrichten!

Feedern ohne Schnurclip

Alternative 3: Stopperknoten aus Gummi

Für diese Methode brauchst Du auch wieder Powergum oder ein ähnliches Material. Nach dem Auswerfen bindest Du damit einen Stopperknoten auf die Schnur und lässt ein Ende etwa zwei Zentimeter lang stehen.

Feedern mit Schnurclip

Das Powergum-Ende fixierst Du nun im Schnurclip. Beißt ein großer Fisch, zieht er das Gummi in der Regel einfach aus dem Clip. Du kannst es aber auch blitzschnell von Hand befreien. Ein weiterer Vorteil dieser Alternative: Der Stopperknoten markiert gleichzeitig auch die Wurfentfernung. Du findest Deine Distanz, nachdem Du das Gummi aus dem Clip gelöst hast, immer schnell wieder.


Fotos: Tobias Norff (6), Holger Bente (3), Bastian Gierth (1)

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