Asia-Snack
Insbesondere die großen Flüsse mit Verbindung zur Nordsee sowie deren Nebengewässer werden von Wollhandkrabben in großer Zahl bevölkert. Über Gräben und andere Zuflüsse gelangen sie aber auch in stehende Gewässer. Für die Vermehrung sind Wollhandkrabben allerdings auf Salzwasser angewiesen, daher müssen sie wandern. Infos zu Lebensweise und Verbreitung findest Du bei Wikipedia.
Wenn die Wollhandkrabbe wächst, wird der Panzer zu eng und muss abgeworfen werden. Der darunter liegende neue Panzer ist noch weich. In dieser nur wenige Tage andauernden Phase ist die Krabbe perfekt als Köder geeignet und lässt sich problemlos auf den Haken ziehen.
Wollhandkrabben fangen
In der Häutung befindliche Wollhandkrabben suchen verstärkt Schutz unter Steinen. Genau dort findest Du sie vorwiegend in den warmen Monaten. In der Regel erkennst Du die weichen Krabben sofort – denn im Gegensatz zu den anderen, laufen sie nicht weg, sondern bleiben meistens lethargisch liegen, wenn Du ihnen das Dach über dem Kopf wegnimmst.
An Tidegewässern wie der Elbe lassen sich die Verstecke bei niedrigem Wasserstand bequem inspizieren. Ideal sind Bereiche mit weichem Grund und vielen großen Steinen. Wo es keine Ebbe und Flut gibt, kannst Du Steine im Flachwasser umdrehen oder zwischen Wurzeln und Geäst im Uferbereich suchen.
Wer möchte, kann bei Ebbe extra Versteckmöglichkeiten in Form von Dachpfannen auslegen. Einige Angler verwenden auch Rohre, Teller, Blumentöpfe aus Ton oder größere, plattgedrückte Blechdosen. Die weichen auch als Butterkrebse bezeichneten Krabben nehmen diese „Schutzräume” gerne an.
Große Wollhandkrabben können ordentlich zwicken. Wer nicht mit bloßer Hand zugreifen mag, kann zum Krabbensammeln Filetierhandschuhe oder alternativ Gartenhandschuhe verwenden.
Ich verwende jedoch meistens eine lange Lösezange. Damit kann ich Wollhandkrabben auch aus schmalen Ritzen holen und erspare meinen Händen außerdem die „Fangopackung” mit stinkendem Elbschlick.
Den Fang des Tages verbrauche ich entweder frisch oder friere ihn ein. Laut Gesetz müssen Wollhandkrabben übrigens zuvor durch ein Bad in kochendem Wasser getötet werden.
Wollhandkrabben als Köder
Kleine Exemplare lassen sich im Ganzen als Köder verwenden, größere werden mittig durchgeschnitten oder geviertelt – je nachdem, wie groß Dein Köder sein soll.
Entferne mindestens einen Arm und steche den Haken dort ein, wo dieser mit dem Körper verbunden war. Dort hält der Haken besonders gut.
Die Beine kannst Du ganz oder teilweise entfernen, um einen schön kompakten Köder zu erhalten. Meistens brechen sie beim Anködern ohnehin ab.
Mit einigen Wicklungen Bait Elastic lässt sich die Krabbe zusätzlich sichern und rutscht gut verschnürt auch bei kraftvollen Würfen nicht vom Haken.
Meiner Ansicht nach ist die Wollhandkrabbe der beste Aalköder hier bei uns im Norden. Darüber hinaus scheinen sich Wollhandkrabben gegenseitig nicht so gerne zu fressen. Krabben werden weniger schnell vom Haken geklaut als zum Beispiel Würmer oder Fischfetzen.