Spin Jig made in Japan
Als die Angelei mit Spin Jigs vor vielen Jahren populär wurde, war der In The Bait Bass aus der japanischen Köderschmiede Nories einer der ersten Köder dieses Typs, die Einzug in meine Köderboxen hielten. Im Gegensatz zu so manch anderem Jig Spinner har er dort bis heute überdauert und ist zu einem wertvollen Stammspieler in meinem Köderarsenal zum Barschangeln geworden. Warum? Das erfährst Du im Folgenden.
nories in the bait bass
| Marke: | Nories |
| Länge: | ca. 9-9,5 cm |
| Gewichte: | 7, 12 & 18 g |
| Verhalten: | sinkend |
| Lauftiefe: | variabel |
| Lieblingsfarben: | Soft Shell, Green Back Yellow Gold, Overflow |
| Fischarten: | Barsch, Hecht, Rapfen, Zander |
| Preis: | ca. 13 € |
| Info: | erhältlich im Fachhandel oder direkt bei CAMO-Tackle |
WARUM STAMMSPIELER?
Keine Ahnung, was sich die Produktentwickler bei der Namensgebung gedacht haben. In The Bait Bass – was soll das bedeuten und wer soll sich das merken? Aber es sei ihnen verziehen, dann ansonsten haben die Japaner bei diesem Köder definitiv alles richtig gemacht! Seinen Stammplatz hat der Jig Spinner bei mir seit vielen Jahren sicher. Vor allem, wenn es auf Barsch geht, ist er in verschiedenen Gewichtsklassen immer am Start. Ich nutze dabei überwiegend die beiden schwersten Modelle mit 12 und 18 Gramm Gewicht. Die lassen sich schön aggressiv über Grund jiggen (top in der warmen Jahreszeit!) und auch in größeren Tiefen durchleiern. Die 7-Gramm-Version kommt bei mir eher auf Rapfen zum Einsatz, denn schnell eingekurbelt, bleibt sie dicht unter der Wasseroberfläche. In erster Linie ist der In The Bait Bass für mich aber ein Barschköder, wobei auch Hechte und Zander immer wieder auf den hübschen Spin Jig hereinfallen.
Fliegt, läuft, fängt!
Jig Spinner haben mittlerweile nahezu alle Kunstköderhersteller in mehr oder weniger guter Qualität im Programm. In Sachen Laufverhalten und Köderspiel gibt es – anders als bei Wobblern oder Jerkbaits – keine riesigen Unterschiede. So ein Jig Spinner besteht halt aus einem kompakten Metallkörper mit einem Spinnerblatt am Ende, das beim Absinken und Einholen rotiert. Da kann man jetzt nicht so fürchterlich viel falsch machen bei der Entwicklung und Herstellung. Oder etwa doch? Der Teufel liegt auch hier im Detail. Vor allem zwei Dinge können einem die Angelei mit Spin Jigs vermiesen: Einige Modelle neigen sehr dazu, sich bei aggressiver Führung zu verhaken. Entweder fängt der Drilling ständig das Vorfach oder manchmal auch das Spinnerblatt. Andere haben Aussetzer, weil minderwertige Wirbel als Verbindung zwischen Blatt und Körper verwendet werden oder die Verarbeitung einfach nicht sauber ausgeführt wurde. Beim In The Bait Bass alles kein Thema! Durch die längliche Form erreicht der Drilling gar nicht das Spinnerblatt. Verwicklung mit dem Vorfach oder Karabiner sind äußerst selten. Aussetzer gibt es auch nicht: Das Spinnerblatt rotiert zuverlässig auch schon bei gerigem Tempo. Der In The Bait Bass von Nories ist im Gegensatz zu den meisten anderen Jig Spinnern mit einem schmalen Spinnerblatt ausgestattet. Mir gefällt das sehr gut, denn das Weidenblatt bremst weniger in den Absinkphasen, wodurch sich der Köder noch etwas zackiger jiggen lässt und beim Anlupfen auch weniger Widerstand bietet. Teilweise tausche ich das Blatt sogar gegen ein kleineres, ebenfalls schmales Blatt aus, um diese Effekte noch zu verstärken. Mehr dazu im Artikel zum Angeln mit Jig Spinner.
Alles im Lack!
Den Jig Spinner von Nories gibt es in über 20 sehr schönen Farben. Da ist für jeden Geschmack das passende Dekor dabei: von natürlichen Tönen bis zum Schocker. Hervorheben möchte ich die Farbe Soft Shell. Dieser Kupferton mit dunklen Streifen, kombiniert mit einem goldenen Blatt, hat mir vor allem in klaren Gewässern immer wieder außergewöhnliche Fänge beschert. Auch meinen bisher größten Hecht mit immerhin 127 Zentimetern (siehe Foto in der Slide Show) verdanke ich dem In The Bait Bass in dieser Ausführung. Empfehlen kann ich außerdem das silber-grüne und zudem uv-aktive Dekor Green Back Yellow Gold sowie die Barschimitation namens Overflow. Aber egal, welche Farbe, bei Nories kann man sich auf eine tadellose Lackierung verlassen. Die Köder sehen nicht nur klasse aus, sondern behalten ihr hübsches Äußeres auch. Obwohl sich in meiner Köderbox immer mehrere Jig Spinner ein Fach teilen, gibt es keine Lackabplatzer zu beklagen. Auch Kontakte mit Steinen unter Wasser stecken die Spin Jigs sehr gut weg.
STÄRKEN
Spinnerblatt rotiert sauber und zuverlässig
nahezu verwicklungsfrei zu fischen
schmales Blatt unterstützt die Köderführung beim Jiggen
große Farbauswahl von natürlich bis grell
hochwertige Verarbeitung und Ausstattung
Schwächen
relativ teuer für einen Spin Jig
FAZIT
Rund 13 Euro kostet ein In The Bait Bass im Handel. Das ist nicht wenig Geld für einen Jig Spinner. Aber ich gebe es gerne aus, denn ich weiß, dass ich dafür einen perfekt verarbeiteten Köder mit hochwertigen Komponenten bekomme, der garantiert ordentlich läuft und mich dank widerstandsfähiger Lackierung auch viele Jahre begleiten wird, wenn ich ihn nicht blöderweise irgendwo dauerhaft am Grund parke.