Meerforellenangeln rund um Fünen


Fünen ist die drittgrößte Insel Dänemarks. Zusammen mit den beiden südlich liegenden Nachbarinseln Langeland und Ærø ergibt sich ein derart großes und vielfältiges Meerforellenrevier, dass ein wenig Orientierung vor dem ersten Trip sicher nicht schaden kann.
Auf dieser Karte findest Du alle Angelplätze, die ich Dir gleich etwas genauer vorstellen werde. Egal zu welcher Jahreszeit – hier findest Du bei fast jeder Windrichtung den für Dich optimalen Meerforellenspot.
Meerforellenplätze auf Fünen, Langeland und Ærø
Jahreszeit | Angelplatz |
---|---|
Frühjahr | Nordost-Fünen (1) | Svendborg Sund (2) | Westküste Langeland (3) |
Sommer | Südküste Langeland (4) | Ausgang Odense Fjord (5) | Insel Æbelø (6) |
Herbst | Westküste Insel Ærø (7) | Hindsholm/Fynshoved (8) | Ostküste Fünen (9) |
Winter | Helnæs Bucht (10) | Insel Tåsinge (11) | Odense Fjord (12) |
Meerforellenangeln im Frühjahr
Das Frühjahr ist für die meisten Meerforellenangler die Top-Zeit des Jahres: Die Forellen haben nach einem entbehrungsreichen Winter mächtig Hunger und reagieren gut auf ordentliche Happen. Ich fische nun gerne größere Köder wie den oben abgebildeten Horny Herring. Aber auch Sandaal-Imitationen stehen jetzt ganz oben auf dem Meerforellenmenü.

Nordostküste Fünen
Fast der gesamte Bereich zwischen den Orten Nyborg (dort, wo die Brücke über den großen Belt beginnt) und dem Hafenstädtchen Kerteminde ist im Frühjahr ein einziges großes Meerforellenrevier. Du kannst die Fische hier sowohl in flachen, sich schneller erwärmenden Bereichen wie hier am Strand Teglvæksskov als auch an Plätzen mit tieferem Wasser finden.
Svendborg Sund
Die Meerenge zwischen Fünen und der kleinen Insel Tåsinge ist nicht nur im Frühjahr ein erstklassiger Meerforellenplatz. Das ganze Jahr über zieht eine oft starke Strömung durch diese flache Engstelle. Gerade im Frühling fahre ich hier gerne mit dem Boot von einem Hotspot zum nächsten. Denn zu dieser Jahreszeit musst Du beweglich sein, um die Schwärme zu finden.
Westküste Langeland
Inselhopping für Meerforellenangler: Über die Langelandbrücke gelangst Du schnell zum nächsten tollen Frühjahrsrevier. An den flachen Abschnitten der Westküste Langelands schlagen sich die Meerforellen gerne die Bäuche voll, wenn das erste Leben im Wasser erwacht. Top sind nun zahlreiche Strände nördlich der Langelandbrücke zwischen dem Kap von Næshoved und dem Hafenort Lohals.
Meerforellenangeln im Sommer
Auch wenn die meisten Meerforellenangler den Sommer nicht gerade lieben: Ich fange zu dieser Jahreszeit immer wieder richtig tolle Fische in top Kondition! Entscheidend für den Erfolg: Finde Plätze, an denen tiefes, sauerstoffreiches Wasser in Reichweite liegt. Auch wenn der Linethru Sandeel bei mir das ganze Jahr über zum Einstatz kommt, spielt er im Sommer oft seine volle Stärke aus. Sandaale gehören jetzt nämlich zur Hauptbeute der Forellen
Südküste Langeland
Bleiben wir einfach mal auf Langeland: Dimesodde, Gulstavklint und Dovnsklint – viele Meerforellenangler bekommen bei diesen Namen ein nervöses Kribbeln in den Fingern. All diese Plätze findest Du an der Südspitze der langgestreckten Insel. Tiefes Wasser, oft eine anständige Strömung und fast immer reichlich Nahrung vorhanden – so sieht ein Sommer-Meerforellenrevier aus!
Ausgang Odensefjord
Hier ist es so tief, dass Du beim Meerforellenangeln sogar mächtige Tanker in Wurfweite hast oder unvermittelt Schweinswale vor Dir auftauchen können. Über 18 Meter tief wird es am Übergang des Odensefjords ins Kattegat. Sowohl die Spitze der Landzunge Enebærodde als westliche Begrenzung dieser Rinne als auch die Strecke rings um die Halbinsel Midskov im Osten sind allerbeste Anlaufstellen für die sommerliche Meerforellenfischerei.

Solltest Du Dich für die Westseite der Meerenge entscheiden, dann sei gewarnt: Der Zugang zur Landzunge Enebærodde ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erlaubt. Ganze sieben Kilometer sind es vom Parkplatz bis zur Spitze. Dort erwartet Dich aber im Sommer einer der besten Meerforellenplätze auf ganz Fünen!
Insel Æbelø
Bereit für ein Meerforellenabenteuer der ganz besonderen Art? Dann folge mir auf die kleine Insel Æbelø an der Nordküste von Fünen. Du kannst diesen Hotspot zwar zu Fuß erreichen, aber ein Teil des Weges führt durch knöchel- und (je nach Tide und Strömungsverhältnissen) manchmal sogar hüfttiefes Wasser. Insgesamt vier Kilometer musst Du vom Festland über die kleine Insel Æbelø Holm bis nach Æbelø zurücklegen.
Ein Blick von der Nordküste Æbeløs lässt erahnen, wie wunderschön dieses Revier ist. Uralte Bäume, imposante Küsten und ein Angelplatz vielversprechender als der andere. Fast die gesamte Insel eignet sich für die Sommerfischerei. Einheimische bevorzugen hier übrigens das Nachtangeln auf Meerforelle: Mit genügend Proviant und warmer Kleidung ausgestattet, wird eine Meerforellennacht auf Æbelø sicher ein unvergessliches Erlebnis.
Meerforellenangeln im Herbst
Wenn die Sommerurlauber gehen, stehen die Angler schon bereit: Im Herbst beginnt bei den Meerforellen erneut das große Fressen. Mein Favoritenköder, wenn die Tage wieder etwas kälter werden, ist ein kleiner, sehr lebhaft spielender Blinker mit eher ungewöhnlicher Form: der Stripper. Die Variante in Weiß und mit einem Gewicht von 12 Gramm kommt bei mir vor allem im Herbst, aber auch gerne im Frühjahr zum Einsatz.
Westküste Ærø
Selbst an Herbst-Wochenenden mit perfektem Meerforellenwetter, wenn die bekanntesten Plätze oft stark frequentiert werden, findest Du rund um Fünen Ecken ganz für Dich alleine. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit liebt, sollte sich die kurze Fährüberfahrt auf die überaus hübsche Insel Ærø gönnen. Wie hier bei Voderup Klint ist fast die gesamte Westküste der Insel ein einziges Meerforellenrevier!
Fynshoved
Ganz im Nordosten Fünens ragt eine Landspitze weit ins Kattegat: Fynshoved. Allein der Blick von der imposanten Steilküste ist den Weg zum Angelplatz wert! Während es im Sommer die meisten Angler ganz bis zum nördlichsten Punkt zieht, kannst Du im Herbst den gesamten Bereich vom Parkplatz bis zur Spitze befischen. Tiefes Wasser und ausgedehnte Blasentangfelder bieten der Meerforelle hier ein ideales Jagdrevier.
Ebenfalls ein Top-Platz, aber nicht so bekannt wie Fynshoved: die Küste um Horseklint etwas weiter östlich. Da der größte Abschnitt dieses Gebietes ohnehin von April bis Juli als Vogelschutzgebiet gesperrt wird, bietet sich der Herbst für einen Besuch an. Hotspot ist hier ein großes Muschelriff, an dem fast immer Meerforellen patrouillieren.
Im Herbst wirst Du an manchen Plätzen auch mal solch wunderschön gefärbten Exemplaren begegnen – sogenannten Aufsteigern. Diese auf dem Weg zu ihren Laichgründen befindlichen Fische sind zwischen 16.11. und 15.1. in Dänemark geschützt und müssen nach dem Fang schonend zurückgesetzt werden.
Ostküste Fünen
Wieder ein Revier voller Möglichkeiten: Zwischen der Stadt Nyborg und der weiter südlich liegenden Insel Thurø findest Du viele erstklassige Meerforellen-Spots für die Herbstfischerei: von den Landspitzen wie Elsehoved oder der fantastischen Strecke vor dem Wald Kajbjergskoven bis zu den Sandbänken von Bøsøre, wo sich die Forellen vor allem an den weiter draußen liegenden Krautgürteln aufhalten.
Meerforellenangeln im Winter
Natürlich fressen die Meerforellen rings um Fünen auch im Winter – nur eben seltener und nicht so gierig wie zu anderen Jahreszeiten. Mein Ködertipp für kalte Tage: der Savage Gear Seeker in Schwarz-Rot. Dieser absolute Weitwurfköder entfaltet auch bei langsamer Führung ein unvergleichliches Spiel!

Helnæs
Die an Fünens Westküste liegende Halbinsel Helnæs genießt unter Meerforellenfans seit jeher einen exzellenten Ruf. Während in der restlichen Jahreszeit die Richtung Lillebælt liegenden Strände beliebte Angelplätze sind, ist im Winter die flache Helnæs Bucht östlich der Halbinsel top! Von Skarris Odde bis hinunter zum Campingplatz an der Südspitze von Helnæs kannst Du im Winter auf starke Meerforellen hoffen.
Der Grund, weshalb Meerforellen wie dieses Prachtexemplar im Winter in die Helnæsbucht ziehen: Das gesamte Areal ist recht flach, teilweise schlammig und weniger salzig als der nahe gelegene Kleine Belt. Solche Plätze sind gerade bei niedrigen Temperaturen die Lieblingsplätze der Meerforellen. Allerdings empfiehlt es sich, die Fische aktiv zu suchen, indem Du möglichst viele Bereiche befischst.
Tåsinge
Diese kleine Insel liegt direkt zwischen Fünen und Langeland – bequem über die Langelandbrücke erreichbar. Hotspots findest Du hier an der Ostspitze um Stenodden sowie an der Westspitze um Vornæs. An beiden Plätzen gibt es ausgedehnte Seegrasgürtel, die von den Meerforellen im Winter gerne aufgesucht werden.
Odense Fjord
Diese riesige, brackige Meeresbucht, in die neben der Odense Au noch zahlreiche andere Bäche münden, ist überwiegend sehr flach – das perfekte Winterrevier für Meerforellen! Im gesamten Odense Fjord findest Du zahlreiche tolle Küstenabschnitte für die kalte Jahreszeit! Aber achte unbedingt auf die ausgewiesenen Schutzzonen vor den Bachmündungen sowie die große Schutzzone des Innenfjords, die von Oktober bis März gilt. Den genauen Verlauf siehst Du in dieser Karte.
Eine hübsch gefärbte Meerforelle aus dem größten Brackwasser-Revier Fünens: dem Odense Fjord. Damit geht unsere kleine Fünen-Rundreise zu Ende. Du ahnst bestimmt, dass ich Dir in diesem Artikel nur einen kleinen Ausschnitt der unglaublich vielen Angelmöglichkeiten auf Fünen, Langeland und Ærø zeigen konnte. Ich hoffe aber, dass Du für den Einstieg nun genug Infos hast und Deine Fische in diesem traumhaften Meerforellenrevier findest – egal zu welcher Jahreszeit.
Fotos: Holger Bente (18), Lars Kyhnau Jensen (11) / Illustrationen: Bastian Gierth
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