Echolot zum Karpfenangeln

Hightech kann so einfach sein

Mit dem Dragonfly-7 Pro von Raymarine
Anzeige

Ich gebe es zu: So ganz unvoreingenommen bin ich nicht in diesen Echolot-Test gegangen. Denn bevor uns Raymarine ihr neues Dragonfly-7 Pro zur Verfügung stellte, hatte ich bereits viele Jahre das Vorgängermodell im Einsatz. Und da ich mit diesem stets mehr als zufrieden war, erwartete ich bei dem neuen Gerät auch keine bösen Überraschungen. Um es vorweg zu nehmen: Raymarine konnte sogar noch einen draufsetzen und hat den Vorgänger in einigen Punkten verbessert, beziehungsweise erweitert. Zum Glück hat man dabei die kinderleichte Bedienbarkeit beibehalten. Das Dragonfly-7 Pro mit Sonar und GPS ist genau wie die älteren Modelle extrem anwenderfreundlich und bietet trotzdem Echolot-Technik auf neuestem Stand. Doch mehr dazu in unserem Tackle-Tipp...

Anzeige
Mobiles Echolot
Information
Schon gewusst? Dragonfly ist Englisch und heißt „Libelle".

Wie die Echolote anderer Hersteller wird auch das Dragonfly-7 Pro nur mit Zubehör für einen festen Einbau geliefert – also ohne Koffer, Akku und Geberstange. Den Umbau zum mobilen Gerät haben wir in diesem Artikel ausführlich dokumentiert. Eine deutliche Verbesserung zu den alten Modellen ist übrigens der Standfuß. Der ist jetzt richtig robust und erlaubt ein stufenloses Drehen und Schwenken in alle Richtungen. Klasse!

Echolot-Test: Raymarine Dragonfly-7

Mit dem umgebauten Echolot ging es natürlich gleich mal aufs Wasser. Geberstange an die Bordwand schrauben, das Dragonfly einschalten – fertig! Das Gerät läuft im Automatik-Modus hervorragend. Manuelle Anpassungen sind natürlich möglich, aber in der Regel unnötig. So mag ich das! Lediglich die Sensibilität musste ich während des Tests gelegentlich etwas niedriger einstellen, wenn viele Schwebstoffe im Wasser trieben.

Raymarine Dragonfly im Test

Die Menüführung ist absolut narrensicher. Nach einer halben Stunde „Rumprobieren" hast Du die grundlegenden Einstellungsmöglichkeiten auch ohne Blick in die Bedienungsanleitung drauf. Versprochen! Über die Pfeil-Taste kannst Du zum Beispiel blitzschnell zwischen den Anzeigemöglichkeiten wählen.

Echolot mit GPS

Das Dragonfly-7 Pro vereint Fischfinder, GPS und Kartenplotter. Für mich extrem wichtig, denn auf den teilweise sehr großen Gewässern, die ich befische, findet man die heißen Ecken mit Plotter einfach viel besser wieder. Dank einer Bildschirmdiagonale von 7 Zoll (etwa 18 Zentimeter) bleibt die Darstellung auch bei geteiltem Bild sehr gut erkennbar. Das Allwetter-LCD-Display hat eine Auflösung von 800 mal 480 Bildpunkten und liefert gestochen scharfe Bilder, die bei allen Lichtverhältnissen gut ablesbar sind.

Fischfinder im Test

Das Dragonfly verwendet Breitband-CHIRP-Sonar und glänzt mit einer verblüffend detailierten Darstellung. Dank Zwei-Kanal-Geber kannst Du zwischen klassischer Darstellung (oben im Display) und CHIRP DownVison wählen – oder Dir einfach beides auf dem geteilten Bildschirm anzeigen lassen. Raymarine gibt den maximalen Tiefenbereich mit 275 Metern (normales Sonar) und 183 Metern (DownVision) an.

Raymarine Dragonfly-7 Pro Erfahrungen
Information
Im DownVision-Betrieb ist der Sendekegel des Gebers deutlich breiter und deckt somit eine größere Bodenfläche ab.

DownVision liefert eine fast fotorealistische Darstellung der Unterwasserwelt. Bodenstrukturen, Steine, Kraut oder Totholz lassen sich damit besonders gut erkennen. Ich nutze diese Darstellung vor allem beim Karpfenangeln, um heiße Plätze zu finden.

Unterschied DownVision und normales Sonar

Hier die beiden Sonar-Optionen im Vergleich: Bei der klassischen Darstellung sind Fischanzeigen und vor allem größere Einzelfische deutlicher zu sehen, während DownVision ein detailreicheres Bild der Unterwasserlandschaft liefert. Das Foto zeigt übrigens einen großen Kleinfischschwarm an einer mit Kraut bewachsenen Kante.

Echolot zum Karpfenangeln

Mit DownVision konnte ich kleine Lücken im dichten Kraut super erkennen und dort gezielt meine Montagen ablegen.

Seekarten für Raymarine Dragonfly
Information
Das Dragonfly verfügt über einen Kartenleser für Micro-SD-Karten.

Das Dragonfly-7 Pro ist kompatibel mit Seekarten von Navionics, Lighthouse und C-Map. Mit Navionics+ kannst Du außerdem SonarChart Live nutzen und Deine eigenen Seekarten in Echtzeit auf dem Wasser erstellen. Weitere Infos zu dieser tollen Funktion findest Du hier auf der Website von Navionics.

Wi-Fi-Echolot

Neu an Bord ist bei den Pro-Modellen die kabellose Übertragung via Wi-Fi. Über die kostenlos erhältiche Raymarine Wi-Fish App kannst Du das Dragonfly-7 Pro mit Deinem Android- oder OSX-Smartphone verbinden. Hier entsteht auf dem Handy zum Beispiel gerade eine Seekarte, während das Dragonfly als Echolot verwendet wird.

Echolot-Test

Dank Wi-Fi kannst Du das Echolotbild auf ein Tablet übertragen, damit der zweite Mann an Bord auch stets die Unterwasserwelt im Blick hat. Es lassen sich sogar verschiedene Anzeigen pro Gerät wählen. Nutze zum Beispiel den ganzen Bildschirm des Dragonflys zum Navigieren und lasse Dir gleichzeitig Tiefe und Fische auf dem Tablet anzeigen – oder umgekehrt. Alles ist möglich!

Das beste Echolot zum Karpfenangeln
Information
Das Dragonfly-7 Pro ist vollständig wasserdicht gemäß Schutzklasse IPX7.

Das Dragonfly-7 Pro musste im Test einiges einstecken: Es fiel von der Ruderbank, wurde versehentlich mit Füßen getreten, stand beim Karpfenangeln etliche Nächte draußen im Regen und am Tage in der sengenden Sonne. Fehlfunktionen oder Systemabstürze gab es keine! Und auch das LCD-Display scheint, wie es Raymarine übrigens verspricht, niemals zu beschlagen. Mein Fazit ist klar: Ich bleibe auch die kommenden Jahre der „Libelle" treu! Alle technischen Infos, Funktionen und Modelle kannst Du Dir hier auf der Raymarine-Website ansehen.


Fotos: Tobias Norff (10), Florian Strauß (2), Björn Buchholz

Echolot zum Karpfenangeln
Dr. Catch Hightech kann so einfach sein